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Kirche in Not - Italienisches Sekretariat |
Die Religionsfreiheit
in den Ländern mit überwiegend islamischer
Bevölkerung |
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Malawi Bevölkerung:
9.609.000
Malawi erlangte 1964 die Unabhängigkeit und wurde lange Zeit unter dem Präsidenten Banda politisch durch ein Einparteien-Regime geführt. 1993 mußte das Regime aufgrund starken internationalen Drucks demokratische Wahlen ausschreiben, die im Jahr darauf zum Sieg der wichtigsten Oppositionspartei führten, der Vereinten Demokratischen Front, deren Führer, Bakili Muluzi, der muslimischen Religion angehört. Obwohl der Islam in Malawi zahlenmäßig nicht die vorherrschende Religion ist, haben sich die religiösen Spannungen im Lande schrittweise verstärkt. In der christlichen Gemeinschaft gibt die Politik des Präsidenten Muluzi Anlaß zu starker Besorgnis. Gleich nach dem Wahlsieg knüpfte er enge diplomatische Beziehungen mit einigen muslimischen Ländern wie Kuwait, Saudi-Arabien, dem Malaiischen Archipel und dem Iran. Wenn es wahr sein sollte, daß dieser Präsident unlängst erklärt hat: "Die Tatsache, daß ich ein Muslim bin, bedeutet nicht, daß ich aus Malawi einen islamischen Staat will", so ist doch darauf hinzuweisen, daß viele Zeichen darauf hindeuten, daß sich der islamische Einfluß im Lande ausweitet. Viele muslimische Studenten erhielten ein Stipendium für ein Studium in Saudi-Arabien oder in anderen islamischen Ländern; die Zahl der Moscheen ist enorm gewachsen nach einer geplanten Strategie der Expansion (vermutlich sind einige dieser Moscheen mit öffentlichen Geldern errichtet worden); die im Handel befindlichen Nahrungsmittel (vor allem in den Metzgereien) entsprechen alle dem islamischen Gesetz. Letzteres, was ja eigentlich zweitrangig ist, führte zu starken Spannungen, weil die Christen sich diesem Usus nicht unterwerfen wollen (Droits de l'homme sans frontières, 12. März 1998). |
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