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Kirche in Not - Italienisches Sekretariat |
Die Religionsfreiheit
in den Ländern mit überwiegend islamischer
Bevölkerung |
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Malediven Bevölkerung:
267.000
Die Präsidialrepublik der Malediven gehört seit 1965 unabhängig zum britischen Commonwealth und wird von Präsident Maumoon Abdul Gayoom regiert, der seit 1978 im Amt ist. Religiöse Aktivitäten nicht-islamischer Religionen werden nicht geduldet, da die maledivische Nationalität und das Bekenntnis zum muslimischen Glauben von den Behörden als zwei Aspekte der Identität des Volkes betrachtet werden. Aus diesen Gründen ist eine starke Unterdrückung derer zu verzeichnen, von denen vermutet wird, daß sie Christen sind. Im Juni 1998 begannen überraschend Hausdurchsuchungen in den Wohnungen einer Gruppe von Christen vor Ort. Ihre persönliche Habe wurde beschlagnahmt, und ca. 20 Personen sind verhaftet worden. Gegen sie wurde kein kein Prozeß eröffnet, aber das Vorgehen führte zur Ausweisung von 19 ausländischen Bürgern. Dank einer internationalen Kampagne, die von nichtstaatlichen Organisationen durchgeführt wurde, darunter Christian Solidarity Worldwide, hat sich die Regierung zunächst zur Wehr gesetzt und geleugnet, es gäbe Häftlinge wegen des Glaubens, aber dann doch begonnen, gegen Ende August 1998 Hausarreste für einige festgenommene Christen zu bewilligen. Die letzte Gruppe wurde Ende November 1998 aus dem Gefängnis entlassen, nachdem sie vier Monate in Haft gewesen war. Ihre physische Freiheit, so unterstreicht Human rights without frontiers, beinhaltet jedoch nicht unbedingt auch die Möglichkeit der Ausübung der Religion. Während der Haftzeit wurde auf Gefangene Druck ausgeübt, damit sie ihren eigenen Glauben leugneten; sie wurden zum islamischen Gebet fünf Mal am Tag und zur Lektüre des Korans verpflichtet. Einer von ihnen bekam Todesdrohungen von einem Gefängnisaufseher, weil er ein "Ungläubiger" sei. Einer der verhafteten Christen hat, statt den Einschüchterungen nachzugeben, geäußert, er könne auch zehn Jahre lang im Kerker bleiben, aber habe nicht im geringsten die Absicht, zum Islam zurückzukehren. Andere sagen, daß überhaupt alle Bewohner der Maledivien in einem Zustand der Unfreiheit leben würden, weil es Beschränkungen gäbe für ihre intellektuelle Freiheit und nicht erlaubt sei, selbständig zu denken. |
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